Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
für die Nutzung der Software „Quidly“ (Angebots-Nachfassassistent), angeboten von Ilana Hofer, Weidenkamp 6d, 25436 Uetersen (nachfolgend „Anbieterin“). Vollständige Anbieterkennzeichnung im Impressum.
§ 1 Geltungsbereich, Unternehmerbezug
(1) Diese AGB gelten für alle Verträge über die Nutzung der Software-as-a-Service-Anwendung Quidly zwischen der Anbieterin und ihren Kundinnen und Kunden (nachfolgend „Kunde“).
(2) Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB (insbesondere Handwerksbetriebe und lokale Dienstleister), die bei Abschluss des Vertrags in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handeln. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB ist ausgeschlossen; ein Verbraucherwiderrufsrecht besteht daher nicht.
(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, die Anbieterin stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.
§ 2 Vertragsgegenstand und Leistungsbeschreibung
(1) Quidly ist eine webbasierte Anwendung zum systematischen Nachfassen bereits erstellter Angebote: Erfassung von Angeboten (manuell, per Datei-Upload mit KI-Auswertung oder per E-Mail-Einreichung), Wiedervorlagen, Nachrichtenvorlagen, Statusverfolgung und Auswertungen. Quidly ist kein vollständiges CRM-, Angebots- oder Rechnungsprogramm.
(2) Der jeweils aktuelle Funktionsumfang der einzelnen Tarife ergibt sich aus der Preisübersicht auf der Website. Die Anbieterin entwickelt Quidly laufend weiter und darf Funktionen ändern oder ergänzen, soweit der Vertragszweck dadurch nicht gefährdet wird und die Änderung für den Kunden zumutbar ist.
(3) Die Nutzung erfolgt über das Internet; eine Überlassung der Software ist nicht geschuldet. Systemvoraussetzung ist ein aktueller Webbrowser.
§ 3 Registrierung und Vertragsschluss
(1) Der Nutzungsvertrag über die kostenlose Testphase kommt mit Abschluss der Registrierung zustande. Der Vertrag über einen kostenpflichtigen Tarif kommt mit Abschluss des Bestellvorgangs über den Zahlungsdienstleister (§ 5) zustande.
(2) Der Kunde sichert zu, dass die bei der Registrierung gemachten Angaben zutreffend sind und er als Unternehmer im Sinne des § 14 BGB handelt. Pro Betrieb wird ein gemeinsames Konto geführt; weitere Nutzerinnen und Nutzer werden über die Einladungsfunktion im Rahmen der tariflichen Nutzerzahl hinzugefügt.
§ 4 Kostenlose Testphase
(1) Neue Kunden erhalten ab Registrierung eine unentgeltliche Testphase von etwa drei Monaten mit vollem Funktionsumfang des Pro-Tarifs. Die Hinterlegung eines Zahlungsmittels ist hierfür nicht erforderlich. Die Testphase geht nicht automatisch in einen kostenpflichtigen Vertrag über.
(2) Nach Ablauf der Testphase wird das Konto ohne Buchung eines kostenpflichtigen Tarifs in einen Lesezugriff versetzt: vorhandene Daten bleiben einsehbar und exportierbar; aktive Funktionen (insbesondere Anlegen und Versenden von Angeboten und Nachfassen sowie die E-Mail-Einreichung) stehen erst nach Buchung eines Tarifs wieder zur Verfügung.
(3) Daten werden nach Ablauf der Testphase nicht gelöscht; die endgültige Löschung inaktiver Konten richtet sich nach dem in der Datenschutzerklärung beschriebenen Löschkonzept. Der Kunde kann sein Konto jederzeit selbst löschen.
(4) Die Anbieterin darf Dauer und Umfang der Testphase für Neukunden anpassen; für laufende Testphasen bleibt die bei Registrierung zugesagte Dauer maßgeblich.
§ 5 Preise und Zahlung
(1) Es gelten die zum Zeitpunkt der Buchung ausgewiesenen Preise. Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich der jeweils gültigen gesetzlichen Umsatzsteuer.
(2) Die Zahlungsabwicklung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe. Die Abrechnung erfolgt je nach gewählter Abrechnungsperiode monatlich oder jährlich im Voraus. Rechnungen werden elektronisch bereitgestellt.
(3) Gerät der Kunde mit der Zahlung in Verzug und schlägt auch die automatische Wiederholung der Zahlung fehl, darf die Anbieterin den Zugang nach Ankündigung auf Lesezugriff beschränken, bis die offenen Beträge beglichen sind.
§ 6 Laufzeit und Kündigung
(1) Kostenpflichtige Tarife verlängern sich automatisch um die jeweilige Abrechnungsperiode (Monat oder Jahr), wenn sie nicht vor deren Ablauf gekündigt werden.
(2) Der Kunde kann jederzeit zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode kündigen — im Self-Service über das Abo-Portal in den Konto-Einstellungen oder in Textform. Bereits gezahlte Entgelte für die laufende Periode werden nicht erstattet; der Zugang bleibt bis zum Periodenende bestehen.
(3) Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
§ 7 Pflichten des Kunden
(1) Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim und sichert sein Konto angemessen (empfohlen: Zwei-Faktor-Authentisierung). Er informiert die Anbieterin unverzüglich über eine mögliche unbefugte Nutzung.
(2) Der Kunde pflegt nur Daten ein, zu deren Verarbeitung er berechtigt ist — insbesondere Kontaktdaten seiner Endkundinnen und Endkunden nach Maßgabe des Datenschutzrechts — und nutzt die Versandfunktionen nicht für unverlangte Werbung (Spam).
(3) Untersagt sind Handlungen, die den Betrieb der Plattform gefährden, insbesondere die Umgehung technischer Begrenzungen, automatisierte Massenzugriffe und das Einschleusen von Schadcode.
§ 8 Verfügbarkeit
(1) Die Anbieterin bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit des Dienstes, schuldet jedoch keine bestimmte Verfügbarkeitsquote (kein Service-Level-Agreement).
(2) Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit angekündigt und in nutzungsarme Zeiten gelegt. Für Störungen von Diensten Dritter (z. B. Hosting-, KI- oder Zahlungsdienstleister), die außerhalb des Einflussbereichs der Anbieterin liegen, übernimmt die Anbieterin keine Gewähr.
§ 9 KI-Funktionen
(1) Quidly nutzt Künstliche Intelligenz zur Datenauswertung hochgeladener Angebote und zur Erstellung von Nachrichtenvorlagen. KI-Ausgaben sind Vorschläge und können Fehler enthalten.
(2) Der Kunde prüft KI-Ausgaben vor ihrer Verwendung — insbesondere vor dem Versand von Nachrichten an Endkunden — auf Richtigkeit und Angemessenheit und gibt sie aktiv frei. Eine Gewähr für die inhaltliche Richtigkeit von KI-Ausgaben wird nicht übernommen.
§ 10 Haftung
(1) Die Anbieterin haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.
(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet die Anbieterin nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf), begrenzt auf den vertragstypischen, bei Vertragsschluss vorhersehbaren Schaden.
(3) Für den Verlust von Daten haftet die Anbieterin im Rahmen der Absätze 1 und 2 nur insoweit, wie der Schaden auch bei zumutbarer eigener Datensicherung des Kunden (z. B. regelmäßige Nutzung der Exportfunktion) entstanden wäre. Während der unentgeltlichen Testphase haftet die Anbieterin nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie nach Absatz 1.
§ 11 Datenschutz und Auftragsverarbeitung
(1) Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten enthält die Datenschutzerklärung.
(2) Soweit die Anbieterin personenbezogene Daten verarbeitet, die der Kunde in Quidly einpflegt (insbesondere Daten seiner Endkundinnen und Endkunden), erfolgt dies als Auftragsverarbeiterin des Kunden im Sinne des Art. 28 DSGVO. Die Parteien schließen hierzu einen Auftragsverarbeitungsvertrag, den die Anbieterin bereitstellt; er ist Bestandteil dieses Vertrags.
§ 12 Änderungen dieser AGB
(1) Die Anbieterin darf diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit die Änderung unter Berücksichtigung der Interessen beider Parteien zumutbar ist (z. B. wegen Gesetzesänderungen, Rechtsprechung oder Funktionsänderungen).
(2) Änderungen werden dem Kunden mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform angekündigt. Widerspricht der Kunde nicht bis zum Wirksamwerden, gelten die geänderten AGB als angenommen; auf diese Folge wird in der Ankündigung gesondert hingewiesen. Im Fall des Widerspruchs darf jede Partei den Vertrag zum Wirksamwerden der Änderung kündigen.
§ 13 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand der Sitz der Anbieterin.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.